Oct 28, 2026
Diesen Sommer haben wir unsere Anbaufläche in Ehingen komplett umgebaut: Aus den Anbauzelten wurden feste Kammern aus Sandwichpaneelen. Zwei von vier Kammern stehen bereits, die beiden weiteren folgen im November.
In einer kleinen Serie nehmen wir euch mit hinter die Kulissen. In diesem ersten Teil geht es um den Bau selbst: wie wir geplant haben, was alles vorbereitet werden musste und wie ein Wochenende im Juni zur großen Baustelle wurde.
Angefangen haben wir, wie viele Anbauvereinigungen, mit Anbauzelten. Sie haben uns einen schnellen Start ermöglicht, und aus ihnen kamen unsere ersten Ernten.
Mit wachsendem Verein wollten wir den nächsten Schritt gehen. Feste Kammern lassen sich besser dämmen, gründlicher reinigen und klimatisch genauer steuern als Zelte. Außerdem schaffen sie klare Abläufe: Jede Kammer ist ein eigener, abgeschlossener Bereich.
Die Wahl fiel auf Sandwichpaneele. Das sind große Wandelemente mit einem Dämmkern zwischen zwei Metallschichten. Sie kommen auch in Kühlhäusern und in der Lebensmittelverarbeitung zum Einsatz, weil sie stabil, gut gedämmt und leicht sauber zu halten sind.
Die Planung begann im März, also gut drei Monate vor dem ersten Paneel. Zuerst haben wir die Halle genau vermessen. Auf dieser Grundlage haben wir Angebote eingeholt und die Paneele ausgewählt: 80 Millimeter stark, mit glatter Oberfläche, die sich leicht reinigen lässt.
Parallel lief die technische Planung. Wo kommen Strom und Wasser in die Kammern? Wie wird die Decke gebaut, damit sie Lampen und Lüftung tragen kann? Erst als diese Fragen geklärt waren, ging die Bestellung raus.
Die größte Herausforderung: Wir wollten umbauen, ohne den Anbau komplett zu unterbrechen. Deshalb haben wir den Umbau in Etappen geplant.
Die Paneele kamen in sechs großen Paketen. Das längste war 8,70 Meter lang und wog rund 1,7 Tonnen, die anderen jeweils gut 600 Kilo. Abladen per Hand? Keine Chance. Wir haben mit Stapler und Hubwagen gearbeitet. Zusätzlich kamen Stahlträger vom Schlosser für die Konstruktion.
Vom 19. bis 21. Juni wurde dann aufgebaut. Ein Team aus Vereinsmitgliedern und angereisten Helfern hat drei Tage lang gemessen, geschnitten, gehoben und verschraubt. Die Werkzeugliste war lang: vom Rollgerüst über den Baustellenlaser bis zur Kaffeemaschine. Ohne die letzte wäre es wohl nicht gegangen.
Am Ende des Wochenendes standen die Wände der ersten beiden Kammern. Ein riesiges Dankeschön an alle, die mit angepackt haben!
Wände allein machen noch keinen Anbauraum. In den Wochen nach dem Aufbau ging es an den Innenausbau. Wir haben eine Deckenkonstruktion eingebaut, die Lampen und Lüftung trägt. Dazu kamen eigene Stromverteiler für die Kammern, Wasserleitungen, ein Kühlwasserkreislauf und Luftbefeuchter.
Was die neue Klimatechnik in den Kammern leistet und warum wir in sie investiert haben, erzählen wir im nächsten Teil.
Zwei Kammern stehen, zwei weitere folgen im November. Dann ist der Umbau vom Zelt zur Kammer abgeschlossen.
Im nächsten Teil der Serie geht es um das Herzstück der neuen Räume: die Klimatechnik.
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